Bezeichnung von Feder- und Daunenqualitäten

Bezeichnung von Federn- und Daunenqualitäten

Seit 1.1.2001 gilt die europäische Norm DIN-EN 12934 zur Bezeichnung von Federn- und Daunenqualitäten. Sie hat damit die seit 1937 geltende deutsche RAL-Norm abgelöst.

Die neue Bezeichnung gibt folgende Informationen:

1. Neuware?
2. Von welchem Tier/Tieren?
3. Wieviel % Daunen/Federn enthält die Füllung?
4. Kann-Information: Herkunft und Farbe

Neuware
Als „Klasse 1“ bezeichnete Füllungen müssen über 95% neue Federn und Daunen von Gänsen oder Enten enthalten. Die Bezeichnung „Neu“ kann zusätzlich verwendet werden.

Tierart
Normalerweise werden hochwertige Daunendecken und Federkissen mit Gänsedaunen und -federn gefüllt, da diese die beste Qualität darstellen. Preiswerte Qualitäten können alternativ auch Entendaunen oder -federn enthalten, die dann auch in der Qualitätsbezeichnung genannt werden müssen. (Eine Ausnahme stellen natürlich die kostbaren Eiderdaunen dar, die von der Eiderente stammen, aber noch größer als Gänsedaunen sind).

Prozent-Gehalt Federn und Daunen
Die wesentliche Neuerung in der europäischen Norm betrifft die Angabe des Prozentgehaltes Daunen und Federn: Es muss zwingend der Gewichts-Prozent-Anteil an Daunen und Federn ausgewiesen werden.

Für deutsche Verbraucher ist dies verwirrend, denn die Bezeichnungen nach der alten deutschen RAL-Norm stellten auf Volumen-Prozent-Anteile ab. So wird aus der gewohnten Halbdaune nach der neuen Norm eine Gänsefeder und -daune mit 85% Federn und 15% Daunen, aber beide Bezeichnungen meinen die gleiche Federn- und Daunenmischung!

An diesem Beispiel erklärt, bedeutet die alte Bezeichnung Halbdaune, dass man zwei gleich gefüllte Behälter (gleiches Volumen) hat, von denen einer mit Federn und der andere mit Daunen gefüllt ist. Mischt man die Inhalte der beiden Behälter, so erhält man Halbdaune.

Für die europäische Norm wiegt man nun den Inhalt der beiden Behälter und stellt z.B. fest, dass die Daunen 150 g wiegen, während die Federn 850 g wiegen (wegen der Kiele sehr viel schwerer als die Daunen). So kommt man zur neuen Bezeichnung 85% Federn und 15% Daunen für die gleiche alte Halbdaune.

Bei der Daunendecke kommt der Unterschied auch zur Geltung: Enthielt die Decke nach der alten Norm eine „reine Gänsedaune“, so wird heute die gleiche Qualität mit „90% Daune und 10% Federn“ bezeichnet, also die schon immer enthaltenen bis zu 10% Federn auch deklariert. Trotzdem sprechen wir immer noch von der Daunendecke. Nur absolute Top-Daunenqualitäten enthalten 100% Daune.

Alte und Neue Bezeichnungen im Überblick
Alt (RAL-Norm)     Neu (DIN-EN)

(reine)Gänsedaune Gänsedaune, Klasse I, 90% Daunen,10% Federn

Fedrige Daune Gänsedaunen und -federn, Klasse I, 50%Daunen,50%Federn

¾ Daune Gänsefedern und-daunen, Klasse I, 70% Federn, 30% Daunen

Halbdaune Gänsefedern und-daunen, Klasse I, 85% Federn, 15% Daunen

Rupf Gänsefedern, Klasse I, 100% Federn

Farbe und Herkunft
Weiterhin können (aber müssen nicht) folgende Angaben bei der Qualitätsbezeichnung gemacht werden: Farbe und Herkunft der Daunen.
Beispiele für Qualitätsbezeichnungen nach der neuen DIN-EN-Norm:
Beispiel 1

Weiße ungarische neue Gänsefedern und -daunen, Klasse I, 85% Federn, 15% Daunen

(Kissenfüllung, alte Halbdaune)
Beispiel 2

Weiße ungarische neue Gänsedaunen und -federn, Klasse I, 90% Daunen, 10% Federn

(Gänsedaune als Füllung einer Daunendecke)

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